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Craniosacral Therapie bei Migräne: sanfte Unterstützung bei Kopfschmerzen

 

Migräne ist weit mehr als „nur Kopfschmerzen“.

 

Wer selbst darunter leidet, kennt oft diese typischen Phasen: Der Kopf beginnt zu pochen, Licht und Geräusche werden unangenehm, vielleicht kommt Übelkeit dazu und plötzlich ist an einen normalen Alltag kaum mehr zu denken.

 

Manche Menschen haben nur gelegentlich einen Migräneanfall, andere kämpfen regelmäßig damit.

Neben der medizinischen Behandlung kann die Craniosacral Therapie bei Migräne eine sanfte begleitende Möglichkeit sein, den Körper zu unterstützen, Spannungen zu reduzieren und das Nervensystem zur Ruhe kommen zu lassen.

 

Was ist Migräne?

 

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die sich häufig durch wiederkehrende Kopfschmerzattacken zeigt.

Typisch sind starke, oft pulsierende oder pochende Schmerzen, die häufig einseitig auftreten. Zusätzlich können weitere Beschwerden dazukommen.

 

Dazu zählen zum Beispiel:

 

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Geräuschempfindlichkeit
  • Geruchsempfindlichkeit
  • Schwindel
  • Konzentrationsprobleme
  • starke Müdigkeit

 

Sehstörungen oder andere neurologische Symptome bei einer Migräne mit Aura

Ein Migräneanfall kann einige Stunden, teilweise aber auch deutlich länger anhalten.

Für Betroffene kann das eine starke Einschränkung im Alltag bedeuten.

 

Was kann Migräne auslösen?

 

Die genauen Ursachen von Migräne sind komplex und noch nicht in allen Einzelheiten geklärt.

Bekannt ist jedoch, dass bei vielen Menschen bestimmte sogenannte Trigger einen Migräneanfall begünstigen können.

 

Mögliche Migräne-Trigger sind zum Beispiel:

 

  • Stress
  • Schlafmangel
  • unregelmäßiger Schlaf
  • hormonelle Veränderungen
  • intensive Lichtreize
  • Lärm
  • Wetterumschwünge
  • bestimmte Lebensmittel
  • zu wenig Flüssigkeit
  • ausgelassene Mahlzeiten
  • starke körperliche oder emotionale Belastung

 

Interessant ist dabei: Nicht jeder Mensch reagiert auf dieselben Auslöser.

 

Deshalb kann es hilfreich sein, die eigenen Muster über einen längeren Zeitraum zu beobachten.

 

Welche Rolle spielt Stress bei Migräne?

 

Stress ist bei vielen Betroffenen ein wichtiger Faktor.

Dabei muss ein Migräneanfall nicht unbedingt mitten in einer stressigen Situation auftreten.

 

Manche Menschen kennen das sogar genau umgekehrt: Während einer anstrengenden Woche funktioniert der Körper noch irgendwie weiter und sobald Ruhe einkehrt, beispielsweise am Wochenende, beginnt die Migräne.

 

Unser Nervensystem steht während stressiger Zeiten häufig unter erhöhter Spannung.

Diese Anspannung betrifft nicht nur unsere Gedanken, sondern auch den Körper.

 

Schultern werden hochgezogen, der Kiefer ist angespannt, der Nacken fühlt sich fest an und echte Entspannung fällt immer schwerer.

 

Gerade deshalb kann es sinnvoll sein, bei wiederkehrender Migräne auch das Nervensystem und die allgemeine Körperspannung mit einzubeziehen.

 

Craniosacral Therapie bei Migräne

 

Die Craniosacral Therapie beziehungsweise craniosacrale Körperarbeit ist eine sanfte manuelle Methode mit Ursprung in der Osteopathie.

 

Während einer Cranio arbeite ich mit ruhigen Berührungen und feinen Impulsen an unterschiedlichen Bereichen des Körpers.

 

Bei Menschen mit Migräne können unter anderem Kopf, Nacken, Kiefer, Schulterbereich, Wirbelsäule, Brustkorb oder Kreuzbein in die Behandlung einbezogen werden.

 

Dabei wird nicht kräftig gegen Schmerzen oder Verspannungen gearbeitet.

Vielmehr geht es darum, dem Körper einen Rahmen zu geben, in dem er seine Spannung reduzieren und wieder mehr in einen Ruhemodus wechseln kann.

 

Warum wird bei Migräne nicht nur am Kopf gearbeitet?

 

Unser Körper funktioniert als Ganzes.

Verspannungen im Nacken können mit dem Schultergürtel zusammenhängen, der Kiefer wiederum mit dem Kopf- und Nackenbereich und auch Stress kann sich an ganz unterschiedlichen Stellen im Körper bemerkbar machen.

 

Man kann sich das ein wenig wie ein Mobile vorstellen:

 

Wird an einer Stelle gezogen, verändert sich die Spannung auch an anderen Stellen.

Deshalb betrachtet Cranio bei Migräne nicht ausschließlich den Kopf.

 

Je nachdem, was sich während einer Balance zeigt, können verschiedene Bereiche des Körpers miteinbezogen werden.

 

Cranio und das Nervensystem

 

Ein wichtiger Bestandteil der craniosacralen Körperarbeit ist die Ruhe.

Viele Menschen sind im Alltag ständig im „Tun“.

 

Arbeit, Familie, Termine, Handy, Gedanken und Verpflichtungen sorgen dafür, dass unser Nervensystem oft nur schwer wirklich abschalten kann.

 

Während einer Cranio entsteht bewusst ein Gegenpol dazu.

 

Die ruhigen Berührungen können Entspannung fördern und dabei unterstützen, dass der Körper vom angespannten Aktivitätsmodus leichter in einen ruhigeren Zustand wechseln kann.

 

Gerade bei Menschen, die bemerken, dass Stress ein Migräne-Trigger ist, kann dieser Aspekt besonders interessant sein.

 

Auch Nacken und Kiefer können eine Rolle spielen

 

Viele Migränepatientinnen und -patienten berichten zusätzlich von Verspannungen im Nacken, in den Schultern oder im Kiefer.

 

Manche pressen nachts die Zähne zusammen oder knirschen mit den Zähnen.

Andere merken, dass sich der Nacken bereits vor einer Migräneattacke zunehmend fest anfühlt.

 

Bei einer Cranio können auch diese Bereiche sanft mit einbezogen werden.

 

Ziel ist dabei nicht, Migräne einfach „wegzubehandeln“, sondern den Körper insgesamt bei Entspannung und Regulation zu unterstützen.

 

Wie fühlt sich eine Cranio bei Migräne an?

 

Während einer Cranio liegst du bekleidet auf einer Behandlungsliege.

Die Berührungen sind sanft und ruhig.

 

Viele Menschen spüren während der Balance, dass die Atmung tiefer wird, der Kiefer lockerer wird oder sich Schultern und Nacken allmählich entspannen.

 

Andere werden müde, spüren Wärme, Kribbeln oder einfach eine angenehme Schwere.

Es gibt aber kein bestimmtes Gefühl, das während einer Cranio auftreten muss.

 

Jeder Körper reagiert anders.

 

Was kann ich selbst bei Migräne tun?

 

Neben einer ärztlichen Behandlung können einige Veränderungen im Alltag dabei helfen, persönliche Trigger besser zu erkennen.

 

Hilfreich können beispielsweise sein:

 

  • regelmäßiger Schlaf
  • ausreichend trinken
  • regelmäßige Mahlzeiten
  • bewusste Pausen
  • Bewegung an der frischen Luft
  • Entspannungsphasen
  • ein Migränetagebuch

 

Ein Migränetagebuch kann besonders hilfreich sein, um Zusammenhänge zwischen Schlaf, Stress, Ernährung, Zyklus, Wetter oder anderen Faktoren zu erkennen.

 

Wann sollten Kopfschmerzen ärztlich abgeklärt werden?

 

Wiederkehrende oder starke Kopfschmerzen sollten medizinisch abgeklärt werden.

Besonders bei plötzlich auftretenden außergewöhnlich starken Kopfschmerzen, neurologischen Ausfällen, Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen, Bewusstseinsstörungen, Fieber oder Beschwerden nach einem Unfall ist eine rasche medizinische Abklärung wichtig.

 

Auch wenn sich bekannte Kopfschmerzen plötzlich deutlich verändern oder häufiger auftreten, sollte dies ärztlich besprochen werden.

 

Craniosacrale Körperarbeit versteht sich als ergänzende Methode und ersetzt keine medizinische Diagnose oder Behandlung.

 

Craniosacral Therapie bei Migräne in Halbenrain

 

Wenn Migräne, Kopfschmerzen, Nackenverspannungen oder Stress immer wieder deinen Alltag bestimmen, kann eine Cranio Sacral Balance eine sanfte Möglichkeit sein, deinem Körper bewusst Ruhe zu geben.

Nicht immer braucht der Körper mehr Druck.

Manchmal braucht er vor allem die Möglichkeit, aus der ständigen Anspannung herauszukommen.

 

Möchtest du Cranio bei Migräne ausprobieren?

 

In meiner Praxis für Cranio Sacral Balance in Halbenrain begleite ich Erwachsene mit sanfter craniosacraler Körperarbeit.

 

Wenn du unter wiederkehrender Migräne, Kopfschmerzen, Nackenverspannungen oder starker Anspannung leidest, kannst du deinen Termin ganz einfach online vereinbaren.

 

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Quelle

Cranio Praxis Luzern: „Kopfschmerzen und Migräne“
https://www.cranio-praxis-luzern.ch/post/kopfschmerzen-und-migraene

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